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Nala

Katzenmami

Registrierungsdatum: 4. August 2009

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Montag, 28. September 2009, 19:46

Chlamydien

Die für den Menschen gefährliche Infektion mit
Chlamydien kann ebenso auch Tiere betreffen. Eine Krankheitsübertragung von Tier
zu Mensch, bedingt auch umgekehrt, ist möglich. Nahezu alle wildlebenden Tiere
und Haustiere sind Träger dieser Mikroorganismen. Die inkubationszeit beträgt
ca. 1-4 Wochen. Fruchtbarkeitsstörungen, Fehlgeburten, Augenentzündungen sind
die häufigsten Merkmale bei Haus- und Nutztieren, die auf eine Infektion mit
Chlamydien hinweisen. Ebenso können Erkrankungen des Zentralen Nervenstystems
und des Bewegungsapparates auf eine Infektion mit Chlamydien hindeuten. Auch
Vögel, Amphibien und Reptilien können Träger dieser Bakterien sein. Zur
eindeutigen Diagnose muß eine Blut- und Zellprobe dem Tier entnommen werden. Bei
Vögeln kann ein aufgeplustertes Gefieder, eingehend mit hohem Fieber, Depression
und Futterverweigerung auf eine Infektion hinweisen. Desweiteren kann bei
Papageienvögeln der Kot gelblich verfärbt sein. Die sogenannte Psittakose und
auch Ornithose gilt als anzeigepflichtige Tierseuche und muß gemeldet werden.
Die Einzelheiten der Bekämpfungs- und Schutzmassnahmen müssen mit dem
behandelnden Veterinär besprochen werden. Die Ornithose kann im Übrigen von
Nutzgeflügel in Schlachtereien auch auf den Menschen übertragen werden, auch
hier gilt die Meldepflicht der betroffenden Betriebe. Bei Katzen beginnt die
Krankheit in der Regel mit Niesen und Husten - ähnlich wie beim Katzenschnupfen,
angeschwollenen Augen und einem Vorfall der Nickhaut. Schleimiger Nasenausfluss
und rasselnde Atemgeräusche lassen ebenfalls auf eine Infektion mit
Chlamydienbakerien deuten.

Absolute Quarantäne, kein Freilauf und äusserste
Hygiene sind für Patient und Tierhalter nun wichtig. Eine sofortige Behandlung
mit Antibiotika und immunystemstärkende Mittel können die Katze heilen. Eine
Heilung bei verspätetem Tierarztbesuch kann unter Umständen nicht mehr möglich
sein, die Infektion kann unbehandelt oder zu spät behandelt zum Tode
führen.

Bei Nutztieren wie Rindern Schafen und Schweinen ist eine Infektion
mit Chlamydien hauptursächlich für seuchenhafte Augenentzündungen, Fehlgeburten
und Manifestationen am Genitial- und Respirationstrakt. Ausserdem können
grippeähnliche Symptome bis hin zu massiven Fruchtbarkeitsstörungen mit der
Krankheit einhergehen.Beim Kontakt mit infizierten Tieren ist auf äusserste
Hygiene zu achten, d. h. Gummihandschuhe, Overall, desinfizierbare Kleidung und
Schuhe ( Gummistiefel) und Mundschutz müssen getragen werden um eine Verbreitung
und ggfs. Ansteckung der Krankheiit weitläufig zu vermeiden. Die Behandlung
infizierter Tiere erfolgt in der Regel mit speziell auf den Erreger abgestimmten
Medikamenten, z. B. Breitbandantibiotika. Wie bei allen bakteriellen Infektionen
kann aber nicht mit Gewissheit die Genesung eines erkrankten Patienten im Voraus
gesichert werden, da eine Resistenz der Bakterien gegenüber der eingesetzten
Antibiotika möglich ist. Generell ist eine Schutzimpfung zur Vorbeugung einer
Chlamydien-Infektion möglich, jedoch ist diese vor allem bei Katzen nicht ganz
unumstritten. Überempfindlichkeitsreaktionen und geringe Schutzwirkung werden
von einigen Katzenhaltern oft beklagt, sind aber nicht die Regel. Eine Impfung
des Tieres oder der Nutztierbestände ist immer in Absprache mit dem Tierarzt zu
entscheiden. Eine Infektion mit Chlamydien ist insbesondere für schwangere
Frauen in jedem Fall höchst gefährlich und der Kontakt zum erkrankten Tier
sollte in jedem Fall unterbleiben.
Liebe Grüße
Margot und die cats

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