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Nala

Katzenmami

Registrierungsdatum: 4. August 2009

Beiträge: 5 578

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1

Dienstag, 29. September 2009, 13:07

Allgemeine Erkrankungen, die zu Erbrechen führen können

Nierenerkrankungen
Erbrechen als Folge einer
Nierenerkrankungen wird sehr häufig bei alten Katzen diagnostiziert. Neben
Abmagerung, schlechtem Appetit und einem starken Maulgeruch fällt den
Katzenbesitzer/innen oft auf, dass die Katze mehr trinkt und viel Harn absetzen
muss. Da die angeschlagenen Nieren viele körpereigene Gifte nicht mehr im Harn
ausscheiden können, kommt es zu einer Vergiftung des Körpers und zu Übelkeit.
Da die Nieren auch ein wichtiges Hormon produzieren, das für die Blutbildung
verantwortlich ist, haben solche Patienten auch zu wenig rote Blutkörperchen
(Anämie). In einem fortgeschrittenen Stadium haben Katzen mit Nierenerkrankungen
daher auch blasse Schleimhäute (Augenschleimhaut, Maulschleimhaut). Die
Diagnose wird anhand einer Blut- und Urinuntersuchung gestellt. Als Therapie
werden oft Infusionen gegeben, um die giftigen Stoffe über die Nieren
auszuschwemmen. Durch Verfütterung einer Diät mit niedrigem Eiweissgehalt
bilden sich im Körper weniger Giftstoffe, wodurch die Niere entlastet wird. Bei
schwerer Blutarmut kann mit Injektionen des fehlenden Hormons (Erythropoetin)
die Bildung der roten Blutkörperchen angeregt werden, was die Lebensqualität
von nierenkranken Katzen in manchen Fällen sehr positiv beeinflussen kann. Auch
Medikamente, die den oft gleichzeitig vorhandenen hohen Blutdruck bei diesen
Patienten herabsetzen können, werden bei nierenkranken Katzen immer häufiger
verschrieben.



Überfunktion der Schilddrüsen (Hyperthyreose)
Die Überfunktion der
Schilddrüsen ist ebenfalls eine Erkrankung, die bei älteren Katzen
diagnostiziert wird (ab etwa 8 Jahren). Bei den meisten Patienten fällt ein
Gewichtsverlust auf. Die Symp-tome dieser Erkrankung sind sehr vielfältig, und
abgesehen von Gewichtsverlust können Erbrechen, vermehrter Durst, Durchfall,
struppiges Haarkleid und Wesensveränderungen festgestellt werden. Ständiges
Miauen, Unruhe und ein ängstlicher Gesichtsausdruck beherrschen manchmal das
Krankheitsbild. Die Diagnose dieser gut behandelbaren Erkrankung ist oft
schwierig, da häufig nur ein einzelnes der oben aufgeführten Symptome
ausgeprägt ist.


Erschwerend ist zudem, dass
bei einer beträchtlichen Anzahl der Patienten gleichzeitig eine
Nierenunterfunktion besteht, die mit ähnlichen Symptomen einhergehen kann. Oft
findet die Tierärztin oder der Tierarzt bei der klinischen Untersuchung eine
vergrösserte Schilddrüse, eine endgültige Diagnose kann aber nur mit der Bestimmung
des Schilddrüsenhormons gemacht werden (Überfunktion = erhöhtes
Schilddrüsenhormon im Blut). Die Therapie kann chirurgisch (Entfernung der
Schilddrüse) oder mit Medikamenten durchgeführt werden. Falls keine anderen
schwer wiegenden Krankheiten bestehen, ist die Prognose für diese Patienten
sehr gut.


Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
Die Zuckerkrankheit
(diabetes mellitus) führt in fortgeschrittenem Stadium ebenfalls zu Erbrechen.
Meistens haben solche Katzen viel Gewicht verloren und trinken sehr viel. Beim
Vorstellen in der Tierarztpraxis sind sie oft stark ausgetrocknet, da viel
Körperflüssigkeit durch Urinieren und Erbrechen verloren ging. Gar nicht so
selten werden diabetische Katzen in einem desolaten Zustand vorgestellt. Solche
Patienten zeigen oft einen typischen "süsslichen" Maulgeruch, sind
kaum mehr ansprechbar und haben oft Untertemperatur. Oft sind bei diesen Katzen
auch andere Organe in Mitleidenschaft gezogen, wie Leber, Niere und
Bauchspeicheldrüse. Die Therapie ist sehr aufwändig und besteht in der Gabe von
viel Flüssigkeit durch eine Infusion ins Blut und von kleinen Mengen Insulin,
um den Blutzuckerspiegel allmählich auf normale Werte zu bringen. Meistens
müssen solche Patienten lebenslang zweimal täglich mit Insulin behandelt werden,
was für die Katzenbesitzer/innen eine grosse Belastung sein kann. Die meisten
Katzen gewöhnen sich relativ schnell an diese täglichen Insulingaben unter die
Haut. Mit regelmässigen Blutzuckerkontrollen in der Tierarztpraxis oder durch
die Besitzer/innen wird für jede Katze eine individuelle Insulindosis ermittelt.
Liebe Grüße
Margot und die cats

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