Freitag, 16. November 2018, 13:43 UTC

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Katzenstadel.de . Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Nala

Katzenmami

Registrierungsdatum: 4. August 2009

Beiträge: 5 578

Themenstarter Themenstarter

1

Samstag, 12. März 2011, 15:12

Wann zum Tierarzt?

Ich persönlich gehe lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig, wobei ich auch die Möglichkeit habe, mit ihm einiges im Vorfeld telefonisch abzuklären.
Sicher muss man nicht bei jedem "Seufzer" sofort zum Tierarzt, aber es gibt schon klare Anhaltspunkte, wann Katzen hilfe brauchen

Jedes Symptom, jede Veränderung und Verletzung, die bei Menschen Schmerzen und Unwohlsein verursacht, bereitet auch dem Tier diese Empfindung.
Tiere zeigen ihre Schmerzen nicht so wie der Mensch, oft ziehen sie sich zurück, sind leise und selbst das Schnurren kann auf Schmerzen hinweisen.
Es kommt vor, dass die Katze mal niest oder sogar hustet, ohne dass etwas schlimmes vorliegt, so wie bei uns Menschen das auch mal vorkommt
Ebenso wie das Erbrechen in der Regel normal ist. Man muss also immer den Zusammenhang zwischen Verhalten und Symptom zuordnen, die Häufigkeit und Intensität.
Und natürlich hat jedes Tier seine Eigenheiten, von daher kann der Tierbesitzer am besten beurteilen, ob das Verhalten seines Tieres normal ist oder nicht.

Es ist z.B. ein Unterschied, ob die Katze nach der Aufnahme von Gras erbricht und somit Haarballen zu Tage befördert oder ob sie innerhalb weniger Stunden mehrfach erbricht, das Futter verweigert oder gar Temperatur hat.

Katzen besitzen Selbstheilungskräfte und oft wird eine leichte Magenverstimmung oder eine Entzündung im oberen Bereich des Darms "von selbst" wieder gut, ohne dass wir vielleicht etwas davon bemerken.
Aber ein rascher Tierarztbesuch kann doch günstiger sein, als erst mal abzuwarten.

Wenn man 4 Werte beachtet, hat man schon eine gute Grundlage, ob der TA Besuch erforderlich ist oder "noch" nicht.

Die Körpertemperatur, gemessen im After (ich habe dafür eine flexibles Babythermometer) ist bei der Katze 38 - 39,3 Grad
Hier ist anzumerken, dass Untertemperatur im Allgemeinen schlechter ist als Fieber. So war das auch bei unserem Dilan, seine Körpertemperatur sank in der Nacht, als er uns verlassen hatte, stetig.

Die gesunde Schleimhaut ist hellrosa. Jede Farbveränderung wie rot, gelblich, bläulich oder gar weißlich weißt in der Regel auf eine Erkrankung hin.
Am besten lässt sich das kontrollieren, indem man seitlich die Oberlippe hochzieht.

Den Puls kann man an der Innenseite des Oberschenkels erfühlen. Hier mit den Fingern vorne in der Schenkelspalte setilich die Mulde ertasten.
Was auch geht, den Herzschlag zählen. Gezählt wird dann 15 Sekunden lang und diesen Wert dann mit 4 multiplizieren.
Der Wert sollte dann bei 108 bis 132 Schläge pro Minute liegen.

Die Atmung kann man am besten von schräg hinten beobachten. Wenn alles in Ordnung ist, bewegt sich die Bauchdecke kaum und ist nicht angestrengt.
Die Atemfrequenz wird für 30 Sekungen gezählt und dann nur vedoppelt. Hier liegt der Wert bei 20 - 30 pro Minute.

Weitere Anzeichen für eine mögliche Erkrankung sind z. B.

Mattigkeit und Lethargie, weniger Appetit oder Durst, ebenso gesteigerter Durst, Lahmheit, Juckreiz, wiederholtes Niesen und Husten, Ausfluss, Unsauberkeit, Durchfall, Erbrechen wie zuvor beschrieben, Aggressionen.

Die kranke Katze versucht in der Regel, nicht aufzufallen, verhält sich eher ruhig und zieht sich zurück.
Natürlich gibt es auch Ausnahmen, wie bei Susanne, deren Mathilda ihr regelrecht zeigt, wenn ihr etwas fehlt.

Ich denke ein gutes Mittelmaß, ein aufmerksames Beobachten und entsprechende Fürsorge machen klar, wann ein TA-Besuch angesagt ist.
Liebe Grüße
Margot und die cats

Moderatoren:

Keine Moderatoren vorhanden

Bisher hat ein User diesen Thread gelesen