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Nala

Katzenmami

Registrierungsdatum: 4. August 2009

Beiträge: 5 578

Themenstarter Themenstarter

1

Freitag, 5. August 2011, 22:35

Tiere aussetzen

Tiere aussetzen kein
Kavaliersdelikt:
Bis zu 25.000,- Euro Strafe drohen!





Jedes Jahr im Sommer spielen sich in der
Notrufzentrale von TASSO Dramen ab: Immer mit Beginn der Ferienzeit werden
Haustiere kurz vor dem Urlaub einfach vor den Tierheimen oder an abgelegenen
Plätzen ausgesetzt. Ann-Kathrin Fries, Rechtsanwältin bei TASSO, weist in diesem
Zusammenhang darauf hin, dass zum aktiven Aussetzen auch das Anbinden eines
Hundes an einer Autobahnraststätte bzw. vor einem Tierheim oder das Verjagen
eines Hundes oder einer Katze gehört. Unter den Begriff des Aussetzens fällt
auch schon das bewusste Entlaufenlassen eines Tieres, d.h. wenn bewusst eine
Situation herbeigeführt wird, die dem Tier das Entlaufen ermöglicht.

Aber nicht nur das bewusste Aussetzen des Tieres,
sondern auch sein Tier über einen längeren Zeitraum allein lassen, ist gemäß § 3
Tierschutzgesetz verboten. Wer also seinem Tier z. B. Futter und Wasser
hinstellt und dann für zwei Wochen in den Urlaub fährt, ohne, dass sich jemand
regelmäßig um das Tier kümmert, macht sich strafbar. Dass es sich dabei bei
Weitem nicht um ein Kavaliersdelikt handelt, zeigt sich in der Strafandrohung
für dieses Verhalten. Nach dem Tierschutzgesetz muss jeder, der ein Tier
vorsätzlich oder fahrlässig aussetzt oder zurücklässt, mit einer Geldbuße von
bis zu 25.000,- Euro rechnen.





© Copyright TASSO e.V.
Liebe Grüße
Margot und die cats

Zimba

Katzenexpertin

Registrierungsdatum: 12. Juli 2010

Beiträge: 748

2

Samstag, 6. August 2011, 13:52

Danke, für den Beitrag und die Info Margot. ich bin erstaunt,um was für eine hohe Summe es sich handelt. Zu wünschen wäre es, dass es auch Anwendung findet.
Das Leben und eine Katze-ergibt eine unglaubliche Summe.


Liebe Grüße aus dem Schwarzwald,
Jana und ihre 3 Fellis, Zorri, Zimbi und Filou
:love:

mukisa

Katzenexpertin

Registrierungsdatum: 18. November 2010

Beiträge: 474

Abwesend bis?: Bis 01. September 2011

Dosiabdruck:

Vorname: Svenja

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Neumünster

3

Samstag, 6. August 2011, 17:07

Die Schwierigkeit ist der Nachweis. Als im Dezember Jakob halb erfroren und verhungert bei uns ankam, konnte ich die Halterin ausfindig machen. Naiv, wie ich war, glaubte ich, er hätte sich vielleicht verlaufen... Sie hat eiskalt zugegeben, dass sie ihn ausgesetzt hat, ihn loswerden wollte. X( Ich bin dann zur Polizei, weil ich Anzeige erstatten wollte. Die haben mit den Achseln gezuckt und nicht reagiert. Daraufhin bin ich zur Amtstierärztin. Die hat dann mit dieser Person gesprochen, aber natürlich hat sie da nicht mehr zugegeben, dass sie den Kater entsorgen wollte, sondern was von Entlaufen gefaselt. Die Amtstierärztin hat uns dann geraten, nichts weiter zu machen, weil sie schon erlebt hat, dass dann die Katzen zurückgeholt wurden- nur um bei nächster Gelegenheit dann definitiv "entsorgt" zu werden.

Die Gesetze gegen Tierquäler und ähnlich widerwärtiges Verhalten können gar nicht hart genug sein in meinen Augen. Nur kann man viel zu selten wirklich rechtskräftig tätig werden- leider!
Svenja mit Molly, Barney, Hägar und Jakob- sowie Ruben und Max im Herzen




Zimba

Katzenexpertin

Registrierungsdatum: 12. Juli 2010

Beiträge: 748

4

Samstag, 6. August 2011, 17:26

@mukisa
das ist eine sehr unschöne Geschichte. Die Frau könnte ich........ :spiteful:
Das Leben und eine Katze-ergibt eine unglaubliche Summe.


Liebe Grüße aus dem Schwarzwald,
Jana und ihre 3 Fellis, Zorri, Zimbi und Filou
:love:

ASL

Katzenexpertin

Registrierungsdatum: 20. November 2009

Beiträge: 653

Vorname: Angelika

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: in der Nähe von Bonn

5

Samstag, 6. August 2011, 20:41

RE: Tiere aussetzen

Tiere aussetzen kein
Kavaliersdelikt:
Bis zu 25.000,- Euro Strafe drohen!


Nach dem Tierschutzgesetz muss jeder, der ein Tier
vorsätzlich oder fahrlässig aussetzt oder zurücklässt, mit einer Geldbuße von
bis zu 25.000,- Euro rechnen.[/align]




die Summen sind vllt.neu = höher,
aber, jedes Jahr zu Beginn der Urlaubszeit wird auf "rechtliche Konsequenzen" hingewiesen,

und trotzdem werden wieder zig Tiere ausgesetzt, "vergessen" , entsorgt werden ..... !!!!!

aber, der rechtliche Nachweis ist offenbar schwierig -
ich habe jedenfalls noch nicht gehört, dass tatsächlich mal jemand verurteilt wurde,
leider
ein Leben ohne Katzen ist möglich, aber sinnlos !

liebe Grüße aus dem Rheinland

Mia + Marco

Ralf

Cheffe

Registrierungsdatum: 3. August 2009

Beiträge: 2 452

6

Sonntag, 7. August 2011, 11:35

@ Svenja

Das ist einer der Fälle, wo ich regelmäßig explodieren könnte! Das ist das typische Bild, was sich einem hilfesuchenden Bürger bietet, wenn es um ein Tier geht. In diesem Falle war die Aussage der Herren in Grün sowie von der Amtstierärztin nur lächerlich und schäbig. Das Männchen in Grün hat sich der Strafvereitelung strafbar gemacht, die Amtstierärztin deutlich gezeigt, dass sie im juristischen Sinne völlig unterbelichtet oder einfach nur stinkfaul ist. Die ehemalige Besitzerin hat die rechtliche Grundlage des Zurückholens schon mit der Aussetzung verwirkt! Im Zweifelsfalle wäre sie schadensersatzpflichtig (Futterkosten, TA-Rechung, alle damit verbundenen Aufwendungen und Zeitersatz etc.) Das kann mal schnell mal auf eine Summe hochrechnen, die nicht so einfach bezahlt sein will - und aus der sich das Zurückbehaltungsrecht (hier die Katze) ableiten lässt.

Immerhin bist du auch eine tatsächliche Zeugin und hier greift auch die "Aussage gegen Aussage" nicht durch, denn deine Version würde sich schon dahingehend als glaubwürdig darstellen, dass die ehemalige Besitzerin die Katze nicht zurückgefordert hat. Ich kann mir gut vorstellen, dass ein Tatrichter hier recht einfach zu seiner Überzeugung findet, die die Verurteilung der ehemaligen Besitzerin trägt und wasserdicht macht.

Schlussendlich ist es wichtig, dass dem Kater geholfen wurde und dass er bei dir einen guten Platz gefunden hat. Dennoch sollte man solchen Zeitgenossen aufzeigen in welchen Rechtssystem sie leben. Daher mein Tipp: Immer direkt an die Staatsanwaltschaft wenden und dort gegen evtl. Einstellungen den Beschwerdeweg auslösen. Das hilft nicht immer zu einem Urteil, aber der Betroffen erfährt, dass ein Verfahren gegen ihn geführt (ermittelt) wird und wird sich beim nächsten Mal nicht mehr ganz so unbeeinflusst für eine Aussetzung etc. entscheiden.

LaLe

Katzenkennerin

Registrierungsdatum: 24. Juli 2010

Beiträge: 217

Abwesend bis?: ---

Geschlecht: Weiblich

7

Sonntag, 7. August 2011, 15:39

Das ist ein super Tipp, danke Ralf.

mukisa

Katzenexpertin

Registrierungsdatum: 18. November 2010

Beiträge: 474

Abwesend bis?: Bis 01. September 2011

Dosiabdruck:

Vorname: Svenja

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Neumünster

8

Sonntag, 7. August 2011, 18:02

Danke Ralf- den Tipp werde ich beherzigen!
Svenja mit Molly, Barney, Hägar und Jakob- sowie Ruben und Max im Herzen




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