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Nala

Katzenmami

Registrierungsdatum: 4. August 2009

Beiträge: 5 578

Themenstarter Themenstarter

1

Samstag, 22. August 2009, 20:31

Wissenswertes über Katzenfutter

Konservierungsstoffe und
Antioxidationsmittel verlängern die Haltbarkeit von Lebensmitteln.
Konservierungsmittel bewahren sie vor den schädlichen Auswirkungen von
Mikroorganismen, Antioxidationsmittel bzw. Antioxidantien vor den schädlichen
Auswirkungen der Oxidation, wie Ranzigwerden von Fett und Farbveränderungen.
Meist wird man auf einer Futterpackung auf die Angabe “Antioxidant:
“EWG-Zusatzstoff” stoßen. Der Gesetzgeber empfiehlt bei Futterpackungen unter
10 Kilogramm, die Antioxidantien derart zu deklarieren. Erst darüber hinaus
muss angegeben werden, welche Antioxidantien verwendet werden. Unter den
Sammelbegriff “E(W)G-Zusatzstoff” fallen sowohl natürliche als auch
synthetische Antioxidantie


Iams / Eukanuba beispielsweise
verwendet ein natürliches Antioxidantiensystem, welches aus gemischten
Tocopherolen (Stoffe, die mit Vitamin E verwandt sind, einschließlich Vitamin
E), Rosmarinöl, Lecithin und Zitronensäure besteht und deklariert bei
Packungsgrößen unter 10 kg diese natürlichen Zusatzstoffe als “EG-Zusatzstoff”,
erst in größeren Gebinden werden die Tocopherole angegeben. Natürliche
Antioxidantien werden bei anderen Herstellern (gerade bei Importfutter aus den
USA) auch direkt als Vitamin E bzw. Tocopherol, Vitamin C etc. deklariert.


Bei den “EWG-Zusatzstoffen”
kann es sich auch um die synthetischen Antioxidantien BHA (E 320,
Butylhydroxyanisol), oder BHT (E321, Butylhydroxytoluol), die eine sehr starke
antioxidative Wirksamkeit haben und daher in extrem niedrigen Dosierungen
eingesetzt werden können und lang anhaltenden Schutz bieten. Es kursieren
diverse Unwahrheiten über diese Stoffe, z. B. seien sie krebsfördernd oder gar
krebserregend und reicherten sich im Fettgewebe an, um früher oder später
verheerende gesundheitliche Schäden auszulösen. Richtig ist, dass sie zwar
kurzzeitig zusammen mit den Körperfetten resorbiert werden, jedoch in
wasserlösliche Stoffwechselprodukte umgewandelt und somit auch schnell wieder
ausgeschieden werden.


In den Studien, in denen in
Tierversuchen toxische Wirkungen “erzeugt” wurden, wurden den Tieren (Ratten,
Hamstern, Mäusen) BHA und BHT in Dosierungen von 1.0% bis 2.0% verabreicht. Das
entspricht 10.000 bis 20.000 ppm. Die übliche Dosierung von synthetischen
Antioxidantien im Tierfutter liegt bei 150 ppm (0.015%). Die Dosierung ist der
entscheidende Faktor. Kochsalz beispielsweise ist für den Menschen in
niedrigsten Dosierungen von Nutzen, 200 g davon jedoch absolut tödlich.
Interessant ist in diesem Zusammenhang eine Studie (aus dem Jahre 1999) des New
York Medical College, die zu dem Schluß kommt, dass BHA und BHT in niedrigen
Dosierungen krebshemmend und gesundheitsfördernd wirken.


Mit der Bezeichnung
“EWG-Zusatzstoff” kann auch Ethoxyquin gemeint sein. Hierzu der namhafte amerikanische
Professor für Veterinärmedizin Donald R. Strombeck: “Ethoxyquin ist ebenso
sicher wie wirkungsvoll. Mehr als ein dreiviertel Jahrhundert wurden hierzu
Studien durchgeführt. Wie bei jeder anderen chemischen Substanz verhält es sich
so, dass es toxisch sein kann, wenn ein Hund oder eine Katze genug davon
aufnehmen. Ethoxyquin hat jedoch einen großen Sicherheitsspielraum und die im
Heimtierfutter verwendete Menge ist unbedenklich. Ethoxyquin hat mehr als
irgendein anderes Antioxidant krebshemmende Eigenschaften. Es bindet
krebserregende Chemikalien und Enzyme, die inaktive Chemikalien zu
krebserregenden umformen.”


Wie viele andere Substanzen
werden Ethoxyquin, BHA und BHT vielfach eingesetzt. Ethoxyquin wird
beispielsweise in der industriellen Gummiherstellung als Antioxidant verwendet.
Der biochemische Mechanismus, durch den Ethoxyquin die Oxidation von Gummi
verhindert, ist identisch mit dem, der die Fette in Heimtierfuttermitteln
stabilisiert. BHA und BHT sind in der Nahrung des Menschen nur für bestimmte
Lebensmittel, beispielsweise Kaugummi, Würzmittel, Schmalz, Kuchenmischungen
oder Bratöl in begrenzten Mengen zugelassen, Ethoxyquin darf hier (in Europa)
nicht zugesetzt werden. Nähere Informationen über Zusatzstoffe für Lebensmittel
bietet der Arbeitskreis Lebensmittel- und Ernährungswissenschaft am IfE
Giessen.


Bei den Katzenfuttersorten,
in denen natürliche Antioxidantien wie Vitamin E oder C verwendet werden, die
im übrigen auch in höheren Dosen eingenommen werden können, ohne dass
Nebenwirkungen zu befürchten sind ist jedoch gerade bei importiertem Futter zu
beachten, dass diese Futtersorten nicht so lange haltbar sind, da die
antioxidative Wirksamkeit von Vitaminen nicht so stark ist und sie sich relativ
schnell zersetzen. Meiner Meinung nach sind die Inhaltsstoffe weitaus
entscheidender als die verwendeten Antioxidantien.


Text: Tierhilfe Miltenberg e.V.




Liebe Grüße
Margot und die cats

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